18.01.2016

Astrologischer Partnervergleich

Wie bekannt, ist das Horoskop mit Datum und Geburtszeit an einen Ort gebunden. Daher können wir beim Geburtstagsbild von einer Raum Zeitgleichung sprechen.

Mit der Geburt in die Welt wird jeder Mensch Träger seines eigenen Schicksals. Er durchläuft eine Landschaft der Zeit und die darin enthaltenen Wandlungen. Die Themen die jedem Menschen inne wohnen und die Themen die jedem Menschen begegnen durch Ereignisse oder anderen Menschen lassen sich aus dem Horoskop herauslesen und in eine Reihenfolge ordnen. Damit spielen sich die Wandlungen des Lebens in Form einer bestimmten zeitlichen Abfolge ab. Dabei können sich mehrere Themen überlagern und durchdringen. Der Träger eines Schicksales steht also immer in einem zeitlichen Verhältnis zu den Wandlungsthemen, die ihm Schicksalshaft mitgegeben sind. Jeder Tag des Lebens kann also in ein thematisch bestimmendes Verhältnis zur Geburt gesetzt werden. Treffen zwei Personen, Lebewesen oder Ereignisse aufeinander so treffen zwei Raum Zeitgleichungen aufeinander. Es treten damit zwei Schicksale in Beziehung zueinander. Diese Beziehung aktiviert Themen im Wechselbezug. Der Wechselbezug zeichnet sich durch den Altersunterschied aus. Mit dem Altersunterschied sind Schicksalsthemen verbunden und werden nun an die Seite des Betrachters gestellt. Geht der Betrachter eine engere Verbindung mit diesem anderen Schicksalsträger ein, dann verläuft sein Leben in einer Variation die sich aus diesem Wechselspiel beider Personen ergibt.

Ein Los das wir uns mit der Schöpfung eingekauft haben ist, das wir vom ganzen als Geschöpfe getrennt sind. Wir erleben unser Schicksal als einzelne mithin als Vereinzelte. Über dieses Schicksal vergessen wir dass wir von der Liebe kommen. Mehr noch wir vergessen dass das Sein beinhaltet, das wir mit der Trennung vom Ganzen uns als Teil auf die Liebe zu bewegen. Wir sind also immer in Liebe eingebettet von der Liebe kommend auf die Liebe sich zu bewegend und von ihr umarmt. In der griechischen Mythologie, die in weiten Teilen gedanklichen Urgrund für die Astrologie bietet, ist die Geburtsstunde der Göttin der Liebe (Aphrodite) an die Kastration ihres Vaters Uranus geknüpft. Als Wiedersacherin der Mutter Erde geht die Göttin der Liebe nackt an Land um den Geschöpfen die Unerträglichkeit des Getrenntseins erträglich zu machen. Die Liebe verbindet durch die Trennung selbst die Teile zum Ganzen. In jeder Begegnung spielt sich in der gesamten Natur dieser Vorgang immer und immer wieder von neuem ab. Ohne Liebe (Aphrodite) keine heilende Rückanbindung an die Schöpfung, an den Schöpfergott (Uranus). Speziell der Mensch mit seiner Fähigkeit sich sprachlich zu reflektieren erlebt in vollem Bewusstsein permanent Trennung und Verbindung in Form aller erdenklichen Variationen der Liebe. Variationen von Liebe sind: Zuwendung, erotische Gebundenheit, Mutterliebe, Vaterliebe, Geschwisterliebe, Liebe zu Dingen, Liebe zur Natur und ihre Kehrseite der Hass, die Zwietracht, der Neid, die Wut, als die pervertierten Erscheinungen.

Mit jedem Menschen, wie oben ausgeführt, ist ein Melodienfluss an Themen verbunden, der sich durch die Landschaft der Zeit seinen Weg mäandernd bahnt. Diese Strömungen gebunden an Einzelwesen formen den großen Strom der Menschheitsgeschichte in Verbindung heraus. Ähnlich den großen Flüssen unserer unterschiedlichen Geographien, verläuft das Zusammenwirken und Zusammentreffen, mal mit mehr und mal mit weniger Turbulenzen. Auch die Überwindung und Durchdringung der einbettenden Landschaft, fließt manchmal mit beeindruckender ruhender Kraft als auch in aufschäumender, herabstürzender Wucht eines Wasserfalls. Vereinfacht gesagt manche menschliche Lebensmelodie tut sich leichter mit bestimmten anderen Melodien.  Wie bekannt ist aber Experimentalmusik nicht jedermanns Sache und so können im Zusammenwirken anderer Melodien ganze Passagen an Misstönen entstehen. Mancher Mensch passt von seinem Grundschicksal besser oder leichter mit einem bestimmten anderen Menschen zusammen. Die betroffenen tun sich schlicht leichter eine gemeinsame Lebensmelodie, ein gemeinsames Flussbett auszugestalten. Nicht allen ist es gegeben sich der Art leicht zu verbinden. Gelegentlich scheinen die Melodien wir manche Tonarten nicht füreinander bestimmt zu sein. Dann sind diese Verbindungen hervorragend geeignet einen gemeinsamen Alltag und seine Bewältigung tunlichst zu vermeiden.

Die Astrologie ermöglicht uns mit Hilfe des Horoskopes die „musikalischen Qualitäten“ verschiedenster Schicksalsmelodien auf ihre Verbindungsverträglichkeit zu diagnostizieren. Wir erhalten über diese Diagnose die Möglichkeiten und die damit verbundenen Grenzen einer Gemeinsamkeit. Der Philosoph würde hier tautologisch (schwarzer Rappe) von einem Bezug des Bezüglichen sprechen. Genauer erläutert bedeutet das folgendes: Mit jedem Wesen sind Fluss und Flussbett unmittelbar zu einem Bestimmungs und Begrenzungsrahmen verschränkt. Der Fluss (der Inhalt, das Was, in etwa das Da-Sein) ist an das Phänomen (das Wie, die Erscheinungswelt also das So-Seins), an seine Erscheinungswelt gebunden.  Ein bestimmter Inhalt kann also nur innerhalb seines Bezugsrahmens, seiner Begrenzung gelebt und gestaltet werden. Wir kennen die Beschreibung dieses Phänomens bereits aus der Bibel:

(…) Prediger - Kapitel 3

Wechselhaftigkeit menschlichen Lebens - Zufriedenheit durch Gottesfurcht

Alles hat eine bestimmte Zeit, und jedes Vornehmen unter dem Himmel hat seine Zeit. (Prediger 8.6) Geborenwerden hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit; Pflanzen hat seine Zeit, und das Gepflanzte Ausreißen hat seine Zeit; Töten hat seine Zeit, und Heilen hat seine Zeit; Abbrechen hat seine Zeit, und Bauen hat seine Zeit; Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine Zeit und Tanzen hat seine Zeit; Steinewerfen hat seine Zeit, und Steinesammeln hat seine Zeit; Umarmen hat seine Zeit, und vom Umarmen sich Fernhalten hat seine Zeit; Suchen hat seine Zeit, und Verlieren hat seine Zeit; Aufbewahren hat seine Zeit, und Fortwerfen hat seine Zeit; Zerreißen hat seine Zeit, und Nähen hat seine Zeit; Schweigen hat seine Zeit, und Reden hat seine Zeit; 8Lieben hat seine Zeit, und Hassen hat seine Zeit; Krieg hat seine Zeit, und Frieden hat seine Zeit. Was für einen Gewinn hat der Schaffende bei dem, womit er sich abmüht? 10 Ich habe das Geschäft gesehen, welches Gott den Menschenkindern gegeben hat, sich damit abzuplagen. 11 Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit; auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt, ohne daß der Mensch das Werk, welches Gott gewirkt hat, von Anfang bis zu Ende zu erfassen vermag. (Prediger 8.17) 12 Ich habe erkannt, daß es nichts Besseres unter ihnen gibt, als sich zu freuen und sich in seinem Leben gütlich zu tun; (Prediger 2.24) 13 und auch, daß er esse und trinke und Gutes sehe bei all seiner Mühe, ist für jeden Menschen eine Gabe Gottes. 14 Ich habe erkannt, daß alles, was Gott tut, für ewig sein wird: es ist ihm nichts hinzuzufügen, und nichts davon wegzunehmen; und Gott hat es also gemacht, damit man sich vor ihm fürchte. 15 Was da ist, war längst, und was sein wird, ist längst gewesen; und Gott sucht das Vergangene wieder hervor.

Rätselhaftigkeit des menschlichen Geschicks

16 Und ferner habe ich unter der Sonne gesehen: an der Stätte des Rechts, da war die Gesetzlosigkeit, und an der Stätte der Gerechtigkeit, da war die Gesetzlosigkeit. 17 Ich sprach in meinem Herzen: Gott wird den Gerechten und den Gesetzlosen richten; denn er hat eine Zeit gesetzt für jedes Vornehmen und für jedes Werk. (Prediger 12.14) 18 Ich sprach in meinem Herzen: Wegen der Menschenkinder geschieht es, damit Gott sie prüfe, und damit sie sehen, daß sie an und für sich Tiere sind. 19 Denn was das Geschick der Menschenkinder und das Geschick der Tiere betrifft, so haben sie einerlei Geschick: wie diese sterben, so sterben jene, und einen Odem haben sie alle; und da ist kein Vorzug des Menschen vor dem Tiere, denn alles ist Eitelkeit. (Psalm 49.13) 20 Alles geht an einen Ort; alles ist aus dem Staube geworden, und alles kehrt zum Staube zurück. (1. Mose 3.19) 21 Wer weiß von dem Odem der Menschenkinder, ob er aufwärts fährt, und von dem Odem der Tiere, ob er niederwärts zur Erde hinabfährt? 22 Und so habe ich gesehen, daß nichts besser ist, als daß der Mensch sich freue an seinen Werken; denn das ist sein Teil. Denn wer wird ihn dahin bringen, daß er Einsicht gewinne in das, was nach ihm werden wird? (…)

Das vorangegangene Gedankengut hat für die Situation des Zwischenmenschlichen unmittelbare Folgen. Nur zu bestimmten Zeiträumen ist es bestimmten Menschen gegeben sich auf einen sich gut fügenden Bezugsrahmen für die Ausgestaltung eines gemeinsamen Lebens zu einigen. Dies spielt eine besonders hervorzuhebende Rolle, da der Mensch in seinem Wesen nicht umerziehbar ist, allenfalls zeitlich begrenzt dressierbar. Schließt sich ein gemeinsames Leben in Erfüllung auf Grund fehlender starker Überlappung gemeinamer Bezugsrahmen fast aus, dann geht das Ego gekränkt und verbittert innerhalb einer derartigen Verbindung unter. Gibt es bei Beider mitgebrachter Bezugsrahmen, sprich gemeinsamer oder ähnlicher Lebensmelodien (gleicher Tonart), im Gegensatz dazu mehr Auszuformendes, dann fällt eine gemeinsame und andauernde Alltagsbewältigung leichter. Mit derselben Tonart gestimmt ist die Gemeinsamkeit somit eine angemessene Option für zwei Personen. Es ist astrologisch, wie schon erwähnt, möglich herauszufinden ob sich eine Partnerschaft im Sinne einer Mehrstimmigkeit gut zu einander fügt oder nur unter zwangsharmonisierenden Maßnahmen erleben lässt.

An dieser Stelle möchten wir dem geschätzten Leser und der geschätzten Leserin zwei Möglichkeiten vorstellen und mit einigen Beispielen untermauern mit deren Hilfe sich Astrologisch Personen und Ereignisse in Bezug setzten lassen. Das Buch der Geburtstage zeigt dabei an wie die Schicksalsthemen in die die Inhalte gekleidet sind, miteinander fördernd, herausfordernd oder unverbindlich bis belastend für den Alltag sein können.

Beispiele:

Nach konventioneller Astrologie passen Fisch und Wassermann in gar keinem Fall zueinander. Jeder Kritiker der Astrologie kennt mindestens ein, zwei oder drei Beispiele dieser Art in seiner persönlichen Umgebung. Betrachten wir am Beispiel eines mit dem Autor befreundeten Paares das Zusammenspiel zweier Personen im Detail kann dabei folgendes Ergebnis herauskommen: Zum besseren Verständnis seien die beiden mit geänderten Namen, Ursula und Otto genannt. Von beiden liegt ein genaues Geburtsbild vor (die amtliche Uhrzeit wurde mittels eines astrologischen Verfahrens auf seine Richtigkeit überprüft). Otto erzieht aus dem allgemeinen Erfahrungsspeicher folgendes Thema für Ursula aus dem Tierkreisregister und stellt es ihr für die Dauer der Gemeinsamkeit als zusätzliche Option zur Verfügung. Das Buch der Begegnungen liefert dazu folgende Beschreibung: Das Bild des rauschhaften Glücks. Mit diesem Bild ist im Falle einer Gemeinsamkeit mit Otto für Ursula folgendes Ergebnis eines gemeinsamen Lebensweges zu erwarten: Glück, Erfolg und Wachstum in einer sehr großzügigen Familie. Systemisch klingt hier aus der elterlichen Ebene ein Totalverlust an Status, einer bereits gebunden Partnerschaft und Besitz durch kollektive Schicksalsschläge durch. Dazu folgende Anmerkung: Der Vater von Ursula hat in den Wirren der Nachkriegszeit seine Verlobte an den besten familiären Freund verloren. Die Ausbombung führte zu einer vollständigen Zerstörung des Familienbesitzes. Die Tragik besteht in der Überlagerung dieses Schicksals durch den Vater der Ursula als Namen wählte wobei die ursprüngliche Namensträgerin die untreue Verlobte war. Im Buch der Geburtstage ist beschrieben wie Otto dieses Thema in das Leben von Ursula bringt. Unter dem Bild Liebesflächenbrand versammeln sich hier Stichworte wie: große Liebe, großes Glück, freie Fahrt voraus, Liebesflächenbrand, Befreiung, alles geht sehr schnell, viel Geld nichts bleibt, dadurch aber alles einige Etagen höher. Auf genau diese Art und Weise haben sich die beiden kennengelernt, ist Otto mit Vehemenz in das Leben von Ursula einmarschiert. Bis zum heutigen Tage hat sich das Tempo und die Expansion nicht verringert. Der Erfolg der beiden äußert sich für Ursula in einer Karriere als Journalistin und Pressesprecherin an der Seite eines ebenfalls hocherfolgreichen Künstlers. Kehrseite der Medaille sei hier nicht vorenthalten. Otto erinnert alleine durch sein Geburtsbild und die damit verbundene Zeitqualität an den schweren Liebesverlust aus Ursulas väterlicher Familie. Die tödlich enttäuschenden Affären  von Otto konnten die Ehe der beiden in den vergangenen drei Jahrzehnten zu keiner Zeit gefährden, haben aber ihre Spuren deutlich gezeigt. Zweimal versuchte Ursula unbewusst mit Hilfe schwerster Lungenentzündungen ihren Lebensweg zu verkürzen. Der Hinweis auf die systemische Thematik die über das Schicksal ihres Vaters auf sie gekommen war und durch Otto nur aktiviert wurde konnte dank einer systemischen Aufstellung vollständig entschärft werden. Die Astrologie konnte Schicksalsthemen und systemische Anteile verstehbar und in Lösung erlebbar machen. Auf diese Art und Weise konnten die beiden Charaktere ihr Schicksal in Form von Talenten wechselseitig fördern und ausbauen. Eine förderliche Wechselbeziehung ermöglicht hier einen tiefen Liebesfluss der selbst die Spannung einer offenkundigen psychologischen Unvereinbarkeit ertragbar macht und sogar Quelle täglicher Inspiration wurde. In einer handelsüblichen Beziehung, ohne astrologisch-systemische Begleitung, wäre die Ausgangslage von Ursula und Otto in einem Krieg der Verständnislosigkeit und zerstörerischem ehelichen Umerziehungslager geendet. 


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